Kap -Borstenhörnchen

 

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Systematik

Ordnung:

Nagetiere (Rodentia)

Unterordnung:

Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)

Familie:

Hörnchen (Sciuridae)

Unterfamilie:

Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae)

Tribus:

Borstenhörnchen   (Xerini)

Gattung Afrikanische Borstenhörnchen (Xerus) 
Art: Kap-Borstenhörnchen 

Wissenschaftlicher Name

Xerus inauris

Murray 1866 aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Literatur : Michael D. Carleton, Guy G. Musser: Order Rodentia. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. 3. Ausgabe. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005  

 

Das Kap-Borstenhörnchen (Xerus inauris) zählt innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae) zur Gattung der Afrikanischen Borstenhörnchen (Xerus). Das Kap-Borstenhörnchen kann leicht mit dem   Gestreiften Borstenhörnchen (Xerus erythropus) und dem Damara -Borstenhörnchen (Xerus princeps) verwechselt werden.

Evolution

Die ältesten fossilen Funde Afrikanischer Borstenhörnchen weisen ein Alter von etwa 3,7 bis 4,1 Millionen Jahren auf. Fossile Funde stammen insbesondere aus den Savannenregionen von Tansania, Kenia und Äthiopien. Aus Südafrika und Tansania stammen vor allem Fossilien des Kap-Borstenhörnchens (Xerus inauris). Sie weisen je nach Fund ein Alter von ein bis zwei Millionen Jahren auf und stammen somit aus dem Unteren Pleistozän. Die Funde belegen, das es sich bei der prähistorischen Art Xerus janenschi um den direkten Vorfahren des Kap-Borstenhörnchens handelt.

 

Aussehen und Maße

Das Kap-Borstenhörnchen erreicht je nach Geschlecht eine Körperlänge von 22,5 bis 28 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 21 bis 28 Zentimeter, eine Hinterfußlänge von 6,2 bis 7 Zentimeter, eine Ohrlänge von 1,3 bis 1,5 Zentimeter sowie ein Gewicht von 500 bis 650 Gramm. Das Fell weist dorsal eine graubraune Färbung auf. An den oberen Flanken zeigen sich auf jeder Seite je eine schwach ausgeprägte und schmale weißliche Linie, die sich von den Schultern bis zum Gesäß hinziehen. Ventral und im Bereich der Schnauze sowie der Kehle ist das Fell mit hellgrau bis fast weißlich deutlich länger gefärbt. Der lange und buschige Schwanz erreicht in etwa die Länge des Körpers.

 

 

Er ist an der oberseite dunkelbraun bis schwarzbraun, an der Unterseite hellgrau gefärbt.     Seitlich der Nasenspitze zeigen sich lange Tasthaare, die sogenannten Vibrissen, die der Orientierung dienen. Das kräftige Gebissbesteht aus 20 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet 1/1, 0/0, 1/1, 3/3. Rund um die Augen zeichnet sich ein weißlicher Augenring ab. Die durchaus kräftigen Extremitäten enden in Zehen, die lange Krallen aufweisen und zum Graben dienen.

Lebensweise

Kap-Borstenhörnchen sind tagaktive Hörnchen, die die Nacht in ihren schützenden Bauten verbringen. Sie leben in kleinen sozialen Gruppen. Eine Gruppe weist eine durchschnittliche Größe von fünf bis zehn, selten auch eine Stärke von 20 bis 30 Tieren auf. Männchen befinden sich nicht fest in den Gruppen, sie stoßen nur immer während der Paarungszeit zu den Gruppen. Männchen leben ansonsten einzelgängerisch oder in kleinen Wohngemeinschaften mit anderen Männchen. Kap-Borstenhörnchen leben in komplexen Bauten, die aus einer Vielzahl an Tunneln sowie Ein- und Ausgängen bestehen. Die Bauten, die sich über einige Hundert Quadratmeter erstrecken können, verfügen über mehrere Kammern, in denen die Tiere ihre Ruhephasen verbringen oder Weibchen ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Um die Verteidigung der Gruppe und des Baues kümmern sich ausschließlich die weiblichen Mitglieder.

Verbreitung

Das deutsche Synonym deutet die Herkunft bereits an. Kap-Borstenhörnchen sind in der subtropischen Kapregion von Südafrika endemisch. Sie kommen insbesondere in Botswana, Lesotho, Namibia, Südafrika und Zimbabwe vor. Sie leben zumeist in den trockenen Savannenregionen, Halbwüsten und Baum- und Strauchsteppen. Aber auch leicht steinige oder felsige Habitate werden durchaus gerne bewohnt. So stellen beispielsweise ausgetrocknete Flussbetten einen idealen Lebensraum dar. In den natürlichen Lebensräumen fällt pro Jahr zwischen 100 und 200 Millimeter, selten auch etwas mehr an Niederschlag.

 

Ernährung

Das Kap-Borstenhörnchen gehört zu den Allesfressern, die sich sowohl von pflanzlicher und tierischer Nahrung ernähren. Der Hauptteil der Nahrung entfällt jedoch auf pflanzliche Kost. Die Zusammensetzung der Nahrung variiert je nach Jahreszeit zum Teil stark. Zu ihrer bevorzugten Nahrung gehören Sämereien, Körner aller Art, Gräser, Blätter und Knospen, und ähnliches. Eher selten werden Eier und die Brut von Vögeln sowie kleine Gliederfüßer, Insekten und deren Larven gefressen

 

Fortpflanzung.

Die Paarungszeit erstreckt sich in den natürlichen Verbreitungsgebieten über das ganze Jahr. Die Spitze der Geburten ist dabei während der Regelzeit von November bis Januar zu verzeichnen. Während der Paarungszeit kommt es unter den Männchen regelmäßig zu Kommentkämpfen um das Paarungsrecht mit den Weibchen. Dominierende Männchen haben in der Regel die größten Chancen auf eine Paarung. Die Lebensweise kann als polygam bezeichnet werden. Sie stoßen im Grunde nur während der Paarungszeit zu den Weibchen, ansonsten leben Männchen einzelgängerisch oder in kleinen Gesellschaften, die jedoch keine Weibchen enthalten. Kurz nach der Paarung verlassen die Männchen die Gruppe mit den Weibchen wieder. Die Aufzucht des Nachwuchses obliegt ausschließlich den Weibchen. Ein Weibchen bringt nach einer Tragezeit von 46 bis 48 Tagen  zwischen einem und drei Jungtiere in ihrem Nest zur Welt, das sich tief im Innern des Baues befindet. Der Nachwuchs ist bei der Geburt nackt und blind. Die Augen öffnen sich nach etwa 21 bis 22 Tagen. Die Selbständigkeit wird im Alter von gut acht Wochen erreicht.

 

Gefährdung und Schutz.

Kap-Borstenhörnchen gehören noch nicht zu den bedrohten Arten. Das Verbreitungsgebiet ist relativ groß und in weiten Teilen vom Menschen unberührt. Viele Populationen leben zudem in Schutzgebieten oder größeren Nationalparks. So scheidet der Menschen in weiten Teilen als Bedrohung aus. Außerhalb der Schutzgebiete, vor allem in der Nähe des Menschen gelten Kap-Borstenhörnchen auf landwirtschaftlichen Flächen als Plage und werden verfolgt. In der Roten Liste der IUCN wird die Art als nicht gefährdet geführt.

 

  

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