B

Borstenhörnchen

 

Schichtenborstenhörnchen (Xerus rutilus)

Systematik

Uberordnung

Euarchontoglires

Ordnung:

Nagetiere (Rodentia)

Unterordnung:

Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)

Familie:

Hörnchen (Sciuridae)

Unterfamilie:

Erdhörnchen

Tribus:

Borstenhörnchen

Wissenschaftlicher Name

Xerini

Murray 1866 aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Literatur : Michael D. Carleton, Guy G. Musser: Order Rodentia. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. 3. Ausgabe. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005  

Die Borstenhörnchen (Xerini) sind ein Tribus der Hörnchen, der drei Gattungen umfasst:

Atlashörnchen (Atlantoxerus)    Afrikanische Borstenhörnchen (Xerus)   Zieselmäuse (Spermophilopsis)

Die Namengebende Besonderheit ist ihre Behaarung, die starr und borstig ist; zwischen den Haaren scheint manchmal die nackte Haut durch. Es sind vorwiegend Erdbewohnende Arten, die der Unterfamilie der Erdhörnchen zugeordnet werden. Eine nahe Verwandtschaft zu den  Protoxerini die zwischenzeitig verworfen wurde, gilt heute wieder als wahrscheinlich, obwohl die Borstenhörnchen mehr ursprüngliche Merkmale als andere Tribus aufweisen. Die lange angezweifelte Zugehörigkeit der Zieselmaus zu diesem Tribus wird durch genetische Analysen unterstützt, ebenso die Monophylie der Gruppe.

 

Borstenhörnchen

  

 

 

Kap - Borstenhörnchen

Systematik

Ordnung:

Nagetiere (Rodentia)

Unterordnung:

Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)

Familie:

Hörnchen (Sciuridae)

Unterfamilie:

Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae)

Tribus:

Borstenhörnchen  (Xerini)

Gattung Afrikanische Borstenhörnchen (Xerus) 
Art: Kap-Borstenhörnchen 

Wissenschaftlicher Name

Xerus inauris

Murray 1866 aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Literatur : Michael D. Carleton, Guy G. Musser: Order Rodentia. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. 3. Ausgabe. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005  

 

Das Kap-Borstenhörnchen (Xerus inauris) zählt innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae) zur Gattung der Afrikanischen Borstenhörnchen (Xerus). Das Kap-Borstenhörnchen kann leicht mit dem   Gestreiften Borstenhörnchen (Xerus erythropus) und dem Damara -Borstenhörnchen (Xerus princeps) verwechselt werden.                                                                                       

Evolution

Die ältesten fossilen Funde Afrikanischer Borstenhörnchen weisen ein Alter von etwa 3,7 bis 4,1 Millionen Jahren auf. Fossile Funde stammen insbesondere aus den Savannenregionen von Tansania, Kenia und Äthiopien. Aus Südafrika und Tansania stammen vor allem Fossilien des Kap-Borstenhörnchens (Xerus inauris). Sie weisen je nach Fund ein Alter von ein bis zwei Millionen Jahren auf und stammen somit aus dem Unteren Pleistozän. Die Funde belegen, das es sich bei der prähistorischen Art Xerus janenschi um den direkten Vorfahren des Kap-Borstenhörnchens handelt.        

Aussehen und Maße

Das Kap-Borstenhörnchen erreicht je nach Geschlecht eine Körperlänge von 22,5 bis 28 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 21 bis 28 Zentimeter, eine Hinterfußlänge von 6,2 bis 7 Zentimeter, eine Ohrlänge von 1,3 bis 1,5 Zentimeter sowie ein Gewicht von 500 bis 650 Gramm. Das Fell weist dorsal eine graubraune Färbung auf. An den oberen Flanken zeigen sich auf jeder Seite je eine schwach ausgeprägte und schmale weißliche Linie, die sich von den Schultern bis zum Gesäß hinziehen. Ventral und im Bereich der Schnauze sowie der Kehle ist das Fell mit hellgrau bis fast weißlich deutlich länger gefärbt. Der lange und buschige Schwanz erreicht in etwa die Länge des Körpers.

 

 

Er ist oberseite dunkelbraun bis schwarzbraun, an der Unterseite hellgrau gefärbt. Seitlich der Nasenspitze zeigen sich lange Tasthaare, die sogenannten Vibrissen, die der Orientierung dienen. Das kräftige Gebissbesteht aus 20 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet 1/1, 0/0, 1/1, 3/3. Rund um die Augen zeichnet sich ein weißlicher Augenring ab. Die durchaus kräftigen Extremitäten enden in Zehen, die lange Krallen aufweisen und zum Graben dienen.

Lebensweise

Kap-Borstenhörnchen sind tagaktive Hörnchen, die die Nacht in ihren schützenden Bauten verbringen. Sie leben         in kleinen sozialen Gruppen. Eine Gruppe weist eine durchschnittliche Größe von fünf bis zehn, selten auch            eine Stärke von 20 bis 30 Tieren auf. Männchen befinden sich nicht fest in den Gruppen, sie stoßen nur immer während der Paarungszeit zu den Gruppen. Männchen leben ansonsten einzelgängerisch oder in kleinen Wohngemeinschaften mit anderen Männchen. Kap-Borstenhörnchen leben in komplexen Bauten, die aus einer Vielzahl an Tunneln sowie Ein- und Ausgängen bestehen. Die Bauten, die sich über einige Hundert Quadratmeter erstrecken können, verfügen über mehrere Kammern, in denen die Tiere ihre Ruhephasen verbringen oder Weibchen ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Um die Verteidigung der Gruppe und des Baues kümmern sich ausschließlich die weiblichen Mitglieder.

Verbreitung

Das deutsche Synonym deutet die Herkunft bereits an. Kap-Borstenhörnchen sind in der subtropischen Kapregion von Südafrika endemisch. Sie kommen insbesondere in Botswana, Lesotho, Namibia, Südafrika und Zimbabwe vor. Sie leben zumeist in den trockenen Savannenregionen, Halbwüsten und Baum- und Strauchsteppen. Aber auch leicht steinige oder felsige Habitate werden durchaus gerne bewohnt. So stellen beispielsweise ausgetrocknete Flussbetten einen idealen Lebensraum dar. In den natürlichen Lebensräumen fällt pro Jahr zwischen 100 und 200 Millimeter, selten auch etwas mehr an Niederschlag.

               Ernährung

Das Kap-Borstenhörnchen gehört zu den Allesfressern, die sich sowohl    von pflanzlicher und tierischer Nahrung ernähren. Der Hauptteil der  Nahrung entfällt jedoch auf pflanzliche Kost. Die Zusammensetzung der Nahrung variiert je nach Jahreszeit zum Teil stark. Zu ihrer bevorzugten Nahrung gehören Sämereien, Körner aller Art, Gräser, Blätter und Knospen, und ähnliches. Eher selten werden Eier und die Brut von Vögeln sowie kleine Gliederfüßer, Insekten und deren Larven gefressen

  Fortpflanzung

Die Paarungszeit erstreckt sich in den natürlichen Verbreitungsgebieten über das ganze Jahr. Die Spitze der Geburten ist dabei während der Regelzeit von November bis Januar zu verzeichnen. Während der Paarungszeit kommt es unter den Männchen regelmäßig zu Kommentkämpfen um das Paarungsrecht mit den Weibchen. Dominierende Männchen haben in der Regel die größten Chancen auf eine Paarung. Die Lebensweise kann als polygam bezeichnet werden. Sie stoßen im Grunde nur während der Paarungszeit zu den Weibchen, ansonsten leben Männchen einzelgängerisch oder in kleinen Gesellschaften, die jedoch keine Weibchen enthalten. Kurz nach der Paarung verlassen die Männchen die Gruppe mit den Weibchen wieder. Die Aufzucht des Nachwuchses obliegt ausschließlich den Weibchen. Ein Weibchen bringt nach einer Tragezeit von 46 bis 48 Tagen  zwischen einem und drei Jungtiere in ihrem Nest zur Welt, das sich tief im Innern des Baues befindet. Der Nachwuchs ist bei der Geburt nackt und blind. Die Augen öffnen sich nach etwa 21 bis 22 Tagen. Die Selbständigkeit wird im Alter von gut acht Wochen erreicht.

Gefährdung

Kap-Borstenhörnchen gehören noch nicht zu den bedrohten Arten. Das Verbreitungsgebiet ist relativ groß und in weiten Teilen vom Menschen unberührt. Viele Populationen leben zudem in Schutzgebieten oder größeren Nationalparks. So scheidet der Menschen in weiten Teilen als Bedrohung aus. Außerhalb der Schutzgebiete, vor allem in der Nähe des Menschen gelten Kap-Borstenhörnchen auf landwirtschaftlichen Flächen als Plage und werden verfolgt. In der Roten Liste der IUCN wird die Art als nicht gefährdet geführt.

 

 

 

Belding- Ziesel

Systematik

Unterordnung:

Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)

Familie:

Hörnchen (Sciuridae)

Unterfamilie:

Erdhörnchen (Xerinae)

Tribus:

Echte Erdhörnchen (Marmotini

Gattung:

Ziesel (Spermophilus)

Art:

Belding- Ziesel

Wissenschaftlicher Name

Spermophilus beldingi

Merriam, 1888

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Unterarten

S. b. beldingi   S. b. creber   S. b. oregonus

 

Der Belding- Ziesel (Spermophilus beldingi) ist ein Hörnchen aus der Ordnung der Nagetiere. Es bewohnt den äußersten Westen der USA und ernährt sich hauptsächlich von pflanzlicher Nahrung. Der Großteil der Erkenntnisse über Belding- Ziesel stützen sich auf langjährige Beobachtungen einer Population am Tioga- Pass, welche länger als 20 Jahre beobachtet wurden.

Merkmale

Belding- Ziesel erreichen meist eine Gesamtlänge von 23 bis 30 Zentimetern, Männchen sind dabei etwas länger als die Weibchen, doch die Differenz bewegt sich im Zentimeterbereich. Der Schwanz ist 4,4 bis 7,6 Zentimeter lang, buschig und hat einen rötlichen Farbton. Das restliche Fell ist grau bis zimtbraun, auf der Ventralseite rötlichbraun. Kennzeichnend sind auch kleine Ohren und Extremitäten. Die Zahnformel lautet I 1/1, C 0/0, P 2/1, M 3/3, sie haben insgesamt 22 Zähne. Belding- Ziesel werden meist 360 Gramm (Männchen) bzw. 300 Gramm (Weibchen) schwer, doch das Gewichtsspektrum ist weitaus größer. Insgesamt können Männchen circa 300 bis 450 Gramm schwer werden, Weibchen 230 bis 400 Gramm.

 

Verbreitung

Belding- Ziesel bewohnen überwiegend die kalten Grasländer in den westlichen USA, in Kalifornien, Nevada, Oregon und Idaho. Teils kommen sie in großen Höhen vor, so am Tioga- Pass mit 3040 Metern über NN.

Lebensweise. / Ernährung.

Belding- Ziesel leben vorwiegend von pflanzlicher Nahrung. Am häufigsten werden Stauden und Gräser verwertet, doch eine intensivere Suche erfordert ihre bevorzugte Nahrung, Blüten und Samen. Außerdem essen Belding- Ziesel Nüsse und Pilze. Keinesfalls beschränken sie sich ausschließlich auf pflanzliche Nahrung: Ebenso werden Vogeleier und Aas gegessen. Selten werden junge Kleinsäuger aktiv erjagt, oft die Jungtiere anderer Artgenossen.

Winterschlaf

Der Winterschlaf des Belding- Ziesels ist mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden. Er dauert von Oktober bis April-Mai etwa sieben bis acht Monate, in dieser Zeit verenden ein Drittel der adulten Tiere und zwei Drittel der juvenilen Tiere, meist an erschöpftem Fettspeicher, infolge der fehlenden Fettschicht (Isolation und Energie für Körperwärme) sterben sie. Einige  Exemplare werden von Silberdachsen und Kojoten ausgegraben und getötet.

Sozialverhalten

Weibliche Belding- Ziesel zeigen das Phänomen des Nepotismus, der Bevorzugung verwandter Artgenossen. Hierfür gibt es verschiedene Anzeichen. So kommt es beim Nestbau selten zu Konflikten mit nahen Verwandten, so haben Weibchen mit Verwandten das Errichten eines Nestes leichter als Weibchen ohne verwandte Tiere in der Nähe. Auch teilen sehr enge Verwandte das Wurfterritorium sowie Nahrungsquellen und Verstecke.

Des weiteren vertreiben eng verwandte Belding- Ziesel nichtverwandte Weibchen aus dem von ihnen bewohnten Areal. Überdies warnen sie sich gegenseitig vor Feinden. Sehr eng verwandte Weibchen helfen sich gegenseitig bei der Verteidigung ihrer Reviere. Während Tragzeit und Laktation jedoch schließen oft auch verwandte Tiere aus ihrem Revier aus, da die Gefahr des Infantizid besteht. Selbst wenn ein Revier nur kurze Zeit unbewacht ist, dringen fremde Weibchen und junge Männchen in das Revier ein und töten die Jungtiere.

Männchen haben als Motivation für die Tötung der Jungtiere meist die Nahrung, die ihnen die Jagd bietet: Sie fressen stets die getöteten Jungtiere auf. Weibchen verzehren nur selten die Opfer des Infantizids; meist töten sie die Jungtiere anderer Weibchen nach der Tötung des eigenen Wurfes, unabhängig davon, ob er von Artgenossen oder von Feinden getötet wurde. Nach der Tötung des Wurfes verlassen sie meist den offenbar unsicheren Bau und suchen sich eine sichere Stelle; dort vorhandene Jungtiere werden nach Möglichkeit von den Weibchen getötet.

Die eng verwandten und eng beieinander lebenden Weibchen können derartige Belding- Ziesel schneller aufspüren und vertreiben. Wenn ein Weibchen mit Jungtieren auf Nahrungssuche ist, wird der Bau oft von einem verwandten Tier verteidigt. Bei den Belding- Zieseln ist der Nepotismus eine effiziente Strategie für bessere Überlebenschancen und höhere Fortpflanzungsraten. Die Männchen leben weitgehend solitär.

   

Typischer Lebensraum des Belding- Ziesels

 

Fortpflanzung und Entwicklung

Etwa eine Woche nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf verpaaren sich die Weibchen. Trotz einer Empfängnisbereitschaft von nur einem Nachmittag verpaaren sie sich mit drei bis acht verschiedenen Männchen. Genanalysen zufolge stammen zwei Drittel aller Würfe von mehreren Männchen ab. Stets ist das Erbgut des Männchens, welches sich als erstes verpaarte dominierend, doch in einem Wurf konnten schon das Erbgut von vier verschiedenen Vatertieren festgestellt werden.

Die Werbung der Männchen besteht hauptsächlich in der Verteidigung eines kleinen Territoriums. Bei der Anwesenheit empfängnisbereiter Weibchen kommt es oft zu heftigen Kämpfen zwischen den Männchen, welche fast immer mit Verletzungen enden. Bei diesen Kämpfen sind meist Gewicht und Erfahrung entscheidend. Paarungswillige Weibchen halten sich meist in der Nähe der Männchen auf, welche die Kämpfe am häufigsten gewinnen. Erfolgreiche Männchen verpaaren sich in einer Saison mit bis zu 13 Weibchen, doch mehr als die Hälfte der Männchen kopuliert pro Saison nur einmal oder gar nicht.

Nach der Begattung wird vom Weibchen eine Wurfkammer gebaut, wo nach einer Tragzeit von 24 Tagen ein Wurf von meist etwa 5 Jungtieren zur Welt kommt. Die meisten Baue mit Wurfkammer sind (inklusive der Gänge) fünf bis acht Meter lang und liegen 30 bis 60 Zentimeter unter der Erdoberfläche. Meist hat der Nestbau mehrere Eingänge für schnellere Flucht bei einer Attacke etwa von Schlangen. Das Nest wird mit Gras gepolstert; hierfür bringt das Weibchen meist 50 Ladungen von der maximalen Größe, die es tragen kann, in das Nest. Nach der Entwöhnung im Alter von 27 Tagen, meist im Juni oder August (Jahreszeit für den Tioga- Pass), verlassen sie erstmals den Bau. Männchen wandern meist kurz danach ab, doch Weibchen verweilen oft lebenslang in der Nähe des Geburtsbaues.

Männchen erreichen meist ein Alter von zwei bis drei Jahren, Weibchen etwa drei bis vier Jahre. Die Männchen sterben früher, da sie sich einerseits bei den Kämpfen mit Artgenossen verletzen, andererseits haben sie größere Wanderaktivitäten und sind daher weiteren Bedrohungen mehr ausgesetzt.

Feindvermeindung & Kommunikation

Die in Gesellschaft lebenden Weibchen warnen sich gegenseitig vor Feinden mit einem vielgestaltigen Arsenal an Rufen. Falls Silberdachse, Kojoten oder Wiesel im besiedelten Areal erscheinen, stellen sich manche Weibchen auf die Hinterbeine und geben abgehackte, einem Trillern ähnliche Laute ab. Für das warnende Tier besteht jedoch ein hohes Risiko, da es für die Raubtiere besonders auffallend ist. Das Risiko, das verschiedene Weibchen eingehen, ist unterschiedlich. Alte, ansässige und säugende Weibchen warnen am häufigsten vor Feinden, doch zugewanderte Exemplare beider Geschlechte rufen sehr viel seltener. Bei Angriffen von Greifvögeln wird ein anderer Laut abgegeben. Dies sind monotone, hohe Pfiffe in schneller Folge. Nach dem Hören dieser Pfiffe fliehen alle Ziesel in der Umgebung in ihre Bäue und Verstecke. Durch das dadurch entstehende Durcheinander ist der Greifvogel abgelenkt, somit wird dem rufenden Tier ein Vorteil verschafft, welcher die Überlebenschancen nach einem Ruf wesentlich erhöht. Der Triller-Laut dient somit ausschließlich dem Schutz anderer Tiere, doch der Pfiff ist auch Schutz für den Warnenden. Verschiedene Rufe drücken somit verschiedene Gefahrenniveaus aus.

Belding- Ziesel und Menschen 

Der Belding-Ziesel hat teilweise einen schädigenden Einfluss auf die Landwirtschaft, deshalb wird es manchmal verfolgt, oft mit Giftködern, welche dann auch andere, seltenere Tierarten töten. In der IUCN-Redlist gilt der Belding- Ziesel nicht als gefährdet.

Literatur: Paul W. Sherman: Die Rolle der Verwandschaft Der Jahresablauf beim Belding- Ziesel. In: David MacDonald (Hrsg.): Die große Enzyklopädie der Säugetiere, Könemann Verlag, Königswinter 2004,

 

 

 

 

Die Baum- und Gleithörnchen (Sciruinae) bilden eine Unterfamilie der Hörnchen (Sciuridae).

In diesem Taxon werden die Baumhörnchen - deren bekannteste Vertreter die Eichhörnchen sind - und die Gleithörnchen zusammengefasst. Aufgrund ihrer Gleitmembranen wurden die Gleithörnchen in älteren Systematiken in einer eigenen Unterfamilie allen anderen Hörnchen („Erd- und Baumhörnchen“) gegenübergestellt. Diese Einteilung spiegelt jedoch nicht die tatsächlichen Abstammungsverhältnisse wider, da die Erd- und Baumhörnchen eine paraphyletische Gruppe bildeten, das heißt sie umfassten nicht alle Nachkommen eines gemeinsamen Vorfahren.

Durch genetische Studien kam man zum Schluss, dass die Gleithörnchen und die Baumhörnchen eine gemeinsame Klade bilden; hierin sind die Gleithörnchen die Schwestergruppe der Baumhörnchen.

Baum- und Gleithörnchen  

Baumhörnchen  

Die Baum- und Gleithörnchen (Sciruinae) bilden eine Unterfamilie der Hörnchen (Sciuridae)  

Die Baumhörnchen sind im weiteren Sinne alle Hörnchen, die ein baumbewohnendes Leben führen.

Systematik Systematik
Unter klasse:  Höhere Säugetiere (Eutheria)   Unter klasse: 

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Überordnung:   Euarchontoglires   Überordnung:   Euarchontoglires  
Ordnung:   Nagetiere (Rodentia)   Ordnung:   Nagetiere (Rodentia)  
Unterordnung:   Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)   Unterordnung:   Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)  
Familie:   Hörnchen (Sciuridae)   Familie:   Hörnchen (Sciuridae)  
Unterfamilie:   Baum- und Gleithörnchen   Unterfamilie:   Baum- und Gleithörnchen (Sciurinae)
Wissenschaftlicher Name   Wissenschaftlicher Name  

Sciurinae  

Sciurini

Folgende Gattungen werden unterschieden:  

   

Tribus   Gleithörnchen (Pteromyini)

Tribus   Baumhörnchen (Sciurini)

  Furchenzahn-Gleithörnchen  (Aeretes)   Neuweltliche Zwerghörnchen  (Microsciurus

  Schwarze Gleithörnchen  (Aeromys)   

  Borneo-Hörnchen (Rheithrosciurus)  
  Haarfuß-Gleithörnchen  (Belomys)    Eichhörnchen  (Sciurus) 
  Namdapha-Gleithörnchen  (Biswamoyopterus   Mittelamerikanisches Berghörnchen (Syntheosciurus) 

  Kaschmir-Gleithörnchen  (Eoglaucomys)  

  Rothörnchen  (Tamiasciurus)
  Felsgleithörnchen  Eupetaurus)    
  Neuweltliche Gleithörnchen  (Glaucomys)  

  Pfeilschwanz-Gleithörnchen  (Hylopetes)  

  Horsfield-Gleithörnchen  (Iomys) 

  Kleinstgleithörnchen  (Petaurillus)  

  Riesengleithörnchen  (Petaurista)
  Zwerggleithörnchen    (Petinomys)
  Echte Gleithörnchen  (Pteromys)  
 Rauchgraues Gleithörnchen (Pteromyscus)  

 Komplexzahn-Gleithörnchen (Trogopterus)  

Hemprich 1820 aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Literatur: Michael D. Carleton, Guy G. Musser: Order Rodentia. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): "Mammal Species of the World 3. Ausgabe. Johns Hopkins University  

Die Baumhörnchen sind im weiteren Sinne alle Hörnchen, die ein baumbewohnendes Leben führen. Im engeren Sinne wird als Baumhörnchen der Tribus Sciurini bezeichnet, zu dem unter anderem Eichhörnchen, Grauhörnchen und eine Reihe wenig bekannter Gattungen zählen.

Man zählt fünf Gattungen mit rund 35 Arten zu den Baumhörnchen, von denen allein 28 zur Gattung der Eichhörnchen gehören: Eichhörnchen (Sciurus)  Mittelamerikanisches Berghörnchen  (Syntheosciurus)  Neuweltliche Zwerghörnchen (Microsciurus) Borneo-Hörnchen (Rheithrosciurus)  Rothörnchen (Tamiasciurus)

Das Neuweltliche Kleinsthörnchen, das in älteren Systematiken ebenfalls zu den Baumhörnchen gerechnet wurde, ist nach jüngeren molekulargenetischen Untersuchungen nicht mit diesen verwandt, sondern wird in einer eigenen Unterfamilie, Sciurillinae, geführt. Die Eichhörnchen dürften ein paraphyletisches Taxon im Hinblick auf Microsciurus, vielleicht auch auf weitere Gattungen sein.

Baumhörnchen sind ein sehr altes Taxon, das seit dem Oligozän mit der (paraphyletischen) Gattung Protosciurus aus Nordamerika belegt ist. Aus dem Miozän sind bereits auch eurasische Vertreter bekannt (Freudenthalia, Plesiosciurus). Heute hat der Tribus seinen absoluten Verbreitungsschwerpunkt in Mittel- und Südamerika.

 

 

 

Baumstreifenhörnchen

Systematik

Ordnung:

Nagetiere (Rodentia)

Unterordnung:

Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)

Familie:

Hörnchen (Sciuridae)

Unterfamilie:

Schönhörnchen (Callosciurinae)

Gattung:

Baumstreifenhörnchen

Wissenschaftlicher Name

Tamiops

Allen 1906 aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

Die Baumstreifenhörnchen (Tamiops) sind eine in Ost- und Südostasien verbreitete Gattung der Hörnchen. Äußerlich sehen die den Streifenhörnchen sehr ähnlich. Wie diese haben sie fünf dunkle Längsstreifen auf dem Rücken. Verwandt sind Baumstreifenhörnchen allerdings mit den Echten Schönhörnchen, mit denen sie manchmal in einer gemeinsamen Gattung vereinigt werden. Die Kopfrumpflänge der Baumstreifenhörnchen beträgt 10 bis 16 cm, hinzu kommen 8 bis 11 cm Schwanz. Ihr Fell ist graubraun und mit 5 schwarzen Streifen im Wechsel mit 3 hellen Streifen auf dem Rücken.

Diese Hörnchen sind Baumbewohner. Je nach Verbreitungsgebiet leben sie in tropischen Regenwäldern, Laub- oder Nadelwäldern. Hier leben sie in Baumhöhlen und kommen tagsüber hervor, um Nüsse, Früchte und Samen sowie manchmal Insekten zu suchen.

Unterschieden werden vier Arten:

Himalaya-Streifenhörnchen , Himalava gebirgige Regionen Südostasiens  
Kambodscha-Streifenhörnchen Kambodscha sowie angrenzende Regionen Thailands, Laos' und Vietnams

Swinhoe-Streifenhörnchen,oder Chinesisches Baumstreifenhörnchen, südliches China, nördliches Myanmar und Vietnam; isolierte Population in Hebei Küsten-Streifenhörnchen, China, Taiwan, Vietnam, Laos

Literatur:Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University  

Wie die echten Streifenhörnchen kommen auch Baumstreifenhörnchen in den Kleintierhandel. Beide Gattungen werden ohne Unterschied unter dem Namen "Streifenhörnchen" angeboten, da für einen Laien nicht erkennbar ist, dass es sich um zwei nicht miteinander verwandte Taxa handelt.

   

 

 

 Berdmore-Palmenhörnchen

 

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Systematik

Ordnung:

Nagetiere (Rodentia)

Unterordnung:

Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)

Familie:

Hörnchen (Sciuridae)

Unterfamilie:

Schönhörnchen (Callosciurinae)

Gattung:

Menetes  

Art: Baumstreifenhörnchen

Wissenschaftlicher Name

Menetes berdmorei  

Blyth 1849) aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Literatur: Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999  

 

 

   

Das Berdmore-Palmenhörnchen (Menetes berdmorei) ist eine Art der Hörnchen, die auf dem Festland Südostasiens beheimatet ist. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Osten Myanmars bis nach Vietnam; es fehlt allerdings auf der Malaiischen Halbinsel.

Dieses wenig bekannte Hörnchen ist oberseits graubraun und unterseits weißlich gefärbt. Auffällig sind die seitlichen Längsstreifen: Auf jeder Seite sieht man einen beigefarbenen und darunter einen schwarzen Streifen. Der Kopf läuft spitz zu, so dass dieses Hörnchen an eine Maus erinnert, noch mehr aber an ein Spitzhörnchen. Die Kopfrumpflänge beträgt 20 cm, hinzu kommen 15 cm Schwanz.

Als bodenbewohnendes Hörnchen klettert das Berdmore- Palmenhörnchen nur selten auf Bäume. Es verbirgt sich meistens im Unterholz der Regenwälder. Oft dringt es aber auch in Felder und Dörfer vor. In Reisfeldern ist es mancherorts allgegenwärtig. Trotz dieser Häufigkeit sind Berdmore- Palmenhörnchen bisher kaum erforscht, so dass man über ihre Lebensweise so gut wie nichts weiß.

   

 

Borneo-Hörnchen

 

 

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Trotz das div. Personen dieses Tier und dessen Lebensweise genau beschreiben findet man seltsamerweise keine Bilder.

 

 

Systematik

Unterordnung:

Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)

Familie:

Hörnchen (Sciuridae)

Unterfamilie:

Baum- und Gleithörnchen (Sciurinae)

Tribus:

Baumhörnchen (Sciurini)

Gattung:

Rheithrosciurus

Wissenschaftlicher Name

 Rheithrosciurus macrotis

Gray 1857) aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie  Literatur Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999

 

 

Das Borneo-Hörnchen (Rheithrosciurus macrotis) ist eine wenig bekannte Art der Baumhörnchen, die endemisch auf der Insel Borneo ist.

Die Zuordnung des Borneo -Hörnchens ist etwas umstritten, da seine Schädelform von der anderer Hörnchen abweicht: Sie ist breiter und flacher. In den Schneidezähnen befinden sich jeweils sieben bis zehn schlitzförmige Rillen, die ebenfalls einmalig sind. Meistens wird das Borneo -Hörnchen den Baumhörnchen zugeordnet, wäre damit aber das einzige echte Baumhörnchen der Orientalischen Region, die ansonsten von den Unterfamilien der Schön- und Riesenhörnchen dominiert wird.

Das Borneo -Hörnchen ist ein auffällig großes Hörnchen: Seine Kopfrumpflänge beträgt 40 cm, hinzu kommen 30 cm Schwanz. Es ist oberseits rotbraun gefärbt. An der Flanke verlaufen zunächst ein weißer und darunter ein dunkelbrauner Längsstreifen. Das Gesicht ist grau, die Unterseite weißlich. Der Schwanz ist sehr buschig.

Lebensraum dieses Tiers ist der tropische Regenwald der Insel. Es fehlt im Norden und Südosten Borneos und ist offensichtlich im Zentrum am häufigsten. Im Wald bewegt es sich meistens am Boden, obwohl es sehr gut klettert. Seine Hauptnahrung sind heruntergefallene Früchte, die es aufrecht sitzend verzehrt.

 

 

 

 

Borneo-Zwerghörnchen

 

 

 

Systematik

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Schönhörnchen (Callosciurinae)
Gattung: Glyphotes
Art: Borneo-Zwerghörnchen
Wissenschaftlicher Name
Glyphotes simus
Thomas 1898 aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

 

Das Borneo-Zwerghörnchen (Glyphotes simus) ist ein endemisches Hörnchen der Insel Borneo .Hier bewohnt es den malaiischen Inselteil in Höhen zwischen 600 und 1700 m.

Mit einer Kopfrumpflänge von 12 cm und einer Schwanzlänge von 10 cm ist es ein kleines Hörnchen, aber längst nicht so winzig wie die Borneo -Kleinsthörnchen Die Fellfarbe ist oberseits  graubraun und unterseits gelblichweiß.

Manche Zoologen sehen das Borneo -Zwerghörnchen als ein Mitglied der Gattung der Echten Schönhörnchen an. Die vergrößerten Schneidezähne rechtfertigen aber in den Augen anderer die Stellung in einer eigenen Gattung Glyphotes. Eine in älterer Literatur anzutreffende zweite Art der Gattung, Glyphotes canalvus, wird heute als Variante des Borneo -Schwarzbindenhörnchen (Callosciurus orestes) angesehen.

 

 

 

 

Braunes Zwerghörnchen

 

Trotz das div. Personen dieses Tier und dessen Lebensweise genau beschreiben findet man seltsamerweise keine Bilder.

Systematik

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Schönhörnchen (Callosciurinae)
Tribus:  
Gattung: Nannosciurus

Wissenschaftlicher Name

Nannosciurus melanotis

Müller 1840) aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Literatur  Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University

 

Das Braune Zwerghörnchen oder Schwarzohrhörnchen (Nannosciurus melanotis) ist ein kleines Hörnchen Südostasiens. Es ist auf den Inseln Sumatra, Java und Borneo sowie auf einigen kleineren Inseln der Umgebung beheimatet.

Dieses Hörnchen ist mit einer Kopfrumpflänge von 9 cm und einer Schwanzlänge von 7 cm nicht größer als eine Maus. Das samtige Fell ist variabel gefärbt, verschiedene Grau- und Brauntöne kommen vor, oft mit rötlichem Überflug. Auffällig ist die weiße Gesichtszeichnung.

Das Braune Zwerghörnchen ist ein tagaktiver Bewohner des tropischen Regenwalds. Hier lebt es in kleinen Gruppen von zwei oder drei Individuen, die am Boden oder zumindest in Bodennähe leben.

Heute wird das Braune Zwerghörnchen als einziger Vertreter seiner Gattung Nannosciurus eingestuft. In älterer Literatur findet man auch die Asiatischen Zwerghörnchen in die gleiche Gattung gestellt. Die Ähnlichkeiten sind nach heutigem Wissensstand allerdings nur äußerlich, und beide Taxa sind nicht sonderlich eng miteinander verwandt.

 

Bananenhörnchen

 

 

 

Systematik

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae) 
Tribus:   Schönhörnchen (Nannosciurini)
Gattung: Echte Schönhörnchen (Callosciurus) 

Wissenschaftlicher Name

Callosciurus notatus

 

 

 

Das Bananenhörnchen

(Callosciurus notatus) zählt innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae) zur Gattung der Echten Schönhörnchen (Callosciurus). Man kennt diese Art auch unter dem deutschen Synonym Dreifarben-Hörnchen. 

Aussehen und Maße

Das Bananenhörnchen erreicht eine Körperlänge von 17 bis 22 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 16 bis 20 Zentimeter sowie ein Gewicht von 160 bis 280 Gramm. Die Geschlechter weisen keinen nennenswerten Dimorphismus auf. Das weiche und wollige Fell weist eine überwiegend gelblichbraune bis olivbraune Färbung auf. Die Bauchseite ist orangerot bis rotbraun gefärbt. Lateral zeigt sich ein schwarzer breiter Streifen. Rund um die Augen ist deutlich ein gelblicher Augenring zu erkennen. Der sehr lange Schwanz ist ausgesprochen buschig. Zum Säugen des Nachwuchses verfügen die Weibchen über zwei bis drei Zitzen. Wie bei allen Nagetieren, so verfügen auch die Bananenhörnchen über ausgeprägte Schneidezähne, die ein Leben lang nachwachsen. Über Eckzähne verfügen die Tiere nicht.

 

Lebensweise

Bananenhörnchen sind tagaktive Nagetiere (Rodentia). Sie leben in der Regel einzelgängerisch. Gruppen bestehen meist aus einem Weibchen und deren Nachwuchs. Bananenhörnchen gelten als territorial, die ihr Revier, das eine Größe von meist ein bis zwei Hektar aufweist, erbittert gegenüber Artgenossen verteidigt. Während der Paarungszeit kommt es unter rivalisierenden Männchen regelmäßig zu Kommentkämpfen. Die Reviere eines Männchens decken sich in der Regel mit den Revieren mehrerer Weibchen. Die meiste Zeit vom Tage sind Bananenhörnchen mit der Nahrungssuche beschäftigt, die ausschließlich im Geäst der Bäume stattfindet. Bei Gefahr geben die Tiere schrille Pfeiftöne von sich. Mit diesen Tönen werden auch Artgenossen vor drohenden Gefahren gewarnt. Zu den Hauptfeinden zählen insbesondere Schlangen und kleinere Raubkatzen.

Verbreitung

Bananenhörnchen sind in den tropischen Regenwäldern Südostasiens weit verbreitet. Sie sind insbesondere auf Sumatra, Borneo, Bali, auf der Malaiischen Halbinsel und anderen indonesischen und malaiischen Inseln sowie in Thailand anzutreffen. Sie leben im Geäst von früchtetragenden Bäumen oder Nussbäumen. Aber auch Obstplantagen, Mangrovenwälder und Waldränder werden gerne besiedelt. In Höhenlagen kann man sie bis in Höhen von gut 1.000 Meter über NN. antreffen. Selbst die Nähe zum Menschen wird nicht gescheut. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass sie auch in den Gärten und Parks von Dörfern und Städten heimisch sind

 

Ernährung

Bananenhörnchen ernähren sich als Allesfresser von allerlei Sämereien, Blüten und Blättern, Pflanzensäften, Früchten und anderer pflanzlicher Nahrung. Hier und da nehmen sie auch tierische Nahrung in Form von Insekten, Larven und anderen wirbellosen Tieren zu sich. Anders als ihre Verwandten in kälteren Gebieten legt das Bananenhörnchen keine Vorräte an, da das ganze Jahr über gemäßigte bis warme Temperaturen herrschen und Nahrung in der Regel immer reichlich vorhanden ist.

Fortpflanzung

Bananenhörnchen erreichen die Geschlechtsreife mit rund zwölf Monaten. Die Paarung erfolgt aufgrund der warmen Lebensräume ganzjährig, was dazu führt, dass ein Weibchen mehrere Würfe pro Jahr großziehen kann. Während der Paarungszeit kommt es unter den Männchen zu Kommentkämpfen und Verfolgungsjagden um das Paarungsrecht mit den Weibchen. Nicht selten begatten mehrere Männchen ein Weibchen. Die Tiere führen demnach eine polygame Lebensweise. Nach einer Tragezeit von etwa sechs Wochen bringt das Weibchen meist zwei bis drei, selten bis vier Jungtiere in einem Nest aus kleinen Ästchen zur Welt. Die Jungtiere weisen ein Geburtsgewicht von 14 bis 16 Gramm auf. Sie sind bei der Geburt noch nackt und blind. Nach gut sechs Wochen werden die Jungtiere von der Muttermilch entwöhnt. Kurze Zeit später sind sie selbständig. Das Bananenhörnchen kann in Gefangenschaft ein Alter von gut acht bis neun Jahren erreichen, in Freiheit meist nur drei bis sechs Jahre

 

 

Literatur und Quellen

David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066 

Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley

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